Teil 1 Das Massaker von Rimini
Das Reich erstarkte, Truppen marschierten bereits nach Prag, die Schweiz war in ihren Händen, eine Armee unter Dietrich dem Starken war kurz davor Metz zu erobern…und Rimini war in den Händen des Kaisers persönlich.
Musculus war mehr als stolz auf seine Söhne und Generäle, und rechnete fest damit, dass bald alle deutschen Kleinstaaten in Reichshand sind.
Es war am 21 Oktober des Jahres 1081 als seine Pläne über den Haufen geworfen wurden, und das ungeheure geschah, das was der Kaiser nie gedacht hätte.
Als er wie gewöhnlich seinen Spaziergang durch die Stadt verübte, um den Leuten in der Stadt zu zeigen, dass diese Stadt ihn interessiert und die Menschen in seiner Stadt gute Lebensbedingungen haben sollten, wurde er von einem Boten aufgehalten: „Herr, der Papst er...seine Truppen marschieren auf die Stadt zu, mindestens Dreitausend Soldaten!“Musculus erbleichte, aus der Überraschung kam Wut und aus dieser Wut, entstand Zorn.
„Schickt Nachrichten nach Bologna, wir brauchen jeden fähigen Mann…um den Papst…zu bekämpfen. Möge Gott ihm nie verzeihen.
3 Stunden später.
„Mein Herr, die päpstliche Armee steht vor den Toren!“
Es war ein grauenvoller Anblick, tausende und abertausende a Soldaten, angeführt von dem mächtigsten General der Welt, vom heiligen Ritter Gaitanus Amichi, der rechten Hand des Papstes.
Musculus‘ Blick schweifte über die gewaltige Armee, seine Augen glaubten kaum was sie sahen. Plötzlich stupste ihn jemand von hinten an: „Was denn nun schon wieder“ Musculus drehte sich um und sah in die Augen eines Bürgers von Rimini: „Herr, wir Bürger haben beschlossen euch zu helfen, ihr habt uns von der Terrorherrschaft befreit und der Papst tut euch unrecht.“
„Nun“ sprach Musculus: „ich bezweifle, dass wir stark genug sein werden, ich will nicht, dass auch ihr sterben müsst.“
„Aber nein mein Herr, der Schreiner hat einige Holzstämme vorrätig, und ist nun mit Hilfe von Ganluca dem Schmied daran diese anzuspitzen. Die Gebrüder Giovanni sind bereits dabei, diese hinter dem Tor anzubringen.“
„Ich verstehe“ Musculus schlug sich auf den Kopf: „Ich danke euch.“
Musculus war zuversichtlich, die Ritter des Papstes werden aufgespiesst sein, ehe sie auch nur einen einzigen Soldaten des Reiches töten werden.
Er und seine Männer hatten neue Hoffnung geschöpft, nun hatten sie Hoffnung, Hoffnung zu Überleben, Hoffnung zu siegen.
Es war Compangnus Banbacarius, Nachkomme des Brutus, der Cäsar ermordete, der diese Hoffnung in Wind auflöste.
Am 22 des Monats landete seine Armee an der Küste vor Rimini.
Musculus stand nun in seinen Gemächern, trauernd und alle Hoffnung verlierend.
Er sehnte sich nach seiner Frau, hoffte auf seinen Sohn und verfluchte den Papst: „Wenn wir hier sterben, dann reissen wir sie alle mit in den Tod, dies also ist der Tag unseres Gerichts, der Todestag vieler Männer und Frauen, die sich tapfer gegen den Dämon aus Rom stellen, möge ihre Seele brennen, ihre Verwandten elendlich verrecken und ihre Anhänger von den Schergen des Teufels vernichtet werden.“
Musculus‘ Zorn war gewaltig, doch konnte er nichts tun, er war gefangen, bereit für den Tod, bereit zum töten. Also schrieb er sein letztes Vermächtnis auf, er schrieb sein Testament, und einen Brief, der später von seinem Sohn verbrannt wurde.
An Dietrich den Starken
Dietrich, du bist mein bester General, und liebster Sohn, mit diesem Brief überreiche ich dir mein Erbe, nach jahrelangen Überlegungen, habe ich beschlossen, dass du über das Reich herrschen sollst. Ich weiss, dass du es gut führen wirst. Das einzige, was ich von dir erwarte ist, räche meinen Tod, töte den Papst, brenne Rom mit ihm zusammen nieder, und dann, spiesse seinen Kopf auf die Kaiserliche Flagge welche von diesem Moment an für immer über Rom wehen soll.
23 Oktober 1081, der Tag der Schlacht
Die Truppen des Papstes formierten sich auf zwei Seiten der Stadt, ihre Truppenzahl war gewaltig, ihre Ritter besserausgerüstet als der Kaiser selbst.
Die Truppen des Reiches zogen sich bereits zu Beginn der Schlacht auf den Piazza zurück, und scheinbar waren die Truppen des Papstes zu übermütig um zu sehen, dass dies eine Falle war.
Sie starben zu hunderten, die Kavallerie des Feindes war geschlagen, doch auch ihre Infanterie war der des Reiches bei weitem überlegen.
Musculus zog sein Schwert und rannte mit einem Schrei auf den Feind zu. Er stach einem Speerträger ins Herz, zog die Klinge wieder heraus und parierte den Schlag eines Ritters, dieser erwies sich als stärker. Musculus wich einem seiner Schläge aus, und versuchte ihm den Kopf abzuschlagen, vergeblich, alles was er anrichtete war ein Kratzer in der Rüstung des Kriegers. Dieser schwang das Schwert und verwundete ihn am Arm. Ein brennender Schmerz durchdrang Musculus, er keuchte und liess sich leicht zurückfallen, der Ritter jedoch setzte nach und versuchte ihn ins Herz zu stechen, doch der Kaiser war vorbereitet und wich aus. Er nahm das Schwert mit der anderen Hand und schlug dem Ritter durch die, aufgrund der Beweglichkeit, ungeschützten Achilles Sehne, sein Feind sackte zusammen und Musculus nutzte die Chance, um ihm den Helm vom Kopf zu reissen und diesen zu durchstechen.
Plötzlich durchdrang den Kaiser ein weiterer Schmerz, er fiel zu Boden, eine Klinge hatte seinen Rücken gespalten. Musculus keuchte wieder, sein Blick verschwamm, er sah seine Soldaten, er sah wie sie einer nach dem anderen geschlachtet wurden. Dann umfing ihn Dunkelheit.
Die Schlacht war verloren, der Kaiser tot und Rimini in päpstlicher Hand.
Die Soldaten des Reiches kämpften heldenhaft, doch nach dem Tode des Kaisers, war es nur eine Frage der Zeit, bis ihre toten Körper die Strassen Riminis bedeckten.
Später stellte sich heraus, dass Musculus nicht irgendeinen Ritter, sondern den heiligen Gaitanus persönlich erschlug. Am Ende des Tages triumphierten die Soldaten des Compangnus und plünderten Rimini ohne Gnade.
Die Gemälde dieser Schlacht sind heute im Museum Riminis, oder genauer, dem alten Museum Riminis (gefunden 3.10.2009) etwa 100 Meter unter der Stadt gefunden.
Bitte um Rückmeldung
Wir alle haben unendliche Möglichkeiten, um sie durchzusetzen benötigen wir nur Unzerstützer. Wenn also die Menschen ihr Hirn einschalten und über die Gesetze hinwegblicken, erkennen sie, dass sie alles ändern können, wenn sie nur genug an der Zahl sind. Doch um etwas zu ändern reicht es nicht, wie ich gerade grosse Sprüche zu klopfen. Jede Veränderung ist riskant, benötigt Opfer - sei es nur die wohlverdiente Ruhe - und muss aktiv bestrebt werden.
By Myself